Montag, 26. Juni 2017

Buchtipp Die Prüfung der Wirtschaftsfachwirte

Ich werde immer mal wieder gefragt welchen Tipp ich Lernenden geben würde, wenn sie sich auf die Prüfungen vorbereiten wollen. Ein wichtiger Tipp ist die Anschaffung von 2 Büchern. Diese sind für den ersten und für den zweiten Prüfungsteil bestimmt. Sie haben uns treue Dienste geleistet und sind übersichtlich, gut aufgebaut und sehr verständlich geschrieben.
Die Links sind Affilate Links: Unterstützt uns mit einem Einkauf bei Amazon und zeigt, dass Ihr unsere Mühe schätzt. Danke 

 Hinzu kommt, dass man aus ihnen unvergleichlich viele Tipps bekommt ( zum Beispiel, dass man sich die Zahlen für das magische Viereck vor der Prüfung holen und lernen sollte. Wir haben uns die Bücher komplett eingescannt und dann auf dem Handy vor den Schlafengehen gelesen. Ja, ich weiß man kann sich schönere Dinge vorstellen. Aber das hat wirklich sehr gut geholfen, denn hier hat man die alten Bekannten aus den Heften noch mal wiedergefunden. Manchmal ausführlicher, manchmal auch knapper, jedoch immer verständlich und irgendwie auch gut aufbereitet. Mir hat besonders gut gefallen, dass es in den Büchern auch klausurtypische Aufgaben und Fragen gibt.
   

Montag, 19. Juni 2017

Unser Youtube Kanal

Es wird mal Zeit für etwas Werbung in eigener Sache:

Da wir uns immer wieder gefragt haben wie man die Inhalte aus dem Blog noch spannender und informativer gestalten kann haben wir uns entschlossen einen Kanal zu gründen. Dieser befasst sich mit den Inhalten des Wirtschaftsfachwirtes aber auch mit den wichtigsten Dingen rund um das Thema Chef sein.

Schaut mal rein, ich würde mich freuen.

https://www.youtube.com/channel/UCJClKOqVubuhWL2Tiy8RS5g

Montag, 12. Juni 2017

Die europäische Zentralbank

Der aktuelle Präsident der EZB ist Mario Draghi, der Vizepräsident ist Vítor Constâncio. 

Aufgaben der EZB

  • führt Bankgeschäfte mit Banken und Nichtbanken im privaten und öffentlichen Bereich
  • Notenbank der EU
  • Festlegung der Geldpolitk
  • Versorgt die Wirtschaft mit Geld ( Nur die EZB darf Euronoten machen )
  • Ausführung der Geldpolitik
  • Währungsreserven der Mitglieder verwalten
  • Zahlungsverkehr in der Gemeinschaft organisieren
  • Hüterin der Währung ( Sorgt für die Stabilität des Geldwertes ) 
  • Bank des Staates ( ist die Bank der Bundesrepublik, so wie wir bei der VR Bank, Sparkasse, Commerzbank oder so sind )
  • Bank der Banken ( Gibt den Banken Kredite - siehe Clearing, siehe Geldschöpfung
  • Trägerin des Auslandszahlungsverkehrs ( Deutschland ist stark auf den Export konzentriert, darum übernimmt die EZB die wichtige Aufgabe den Zahlungsverkehr mit dem Ausland zu tragen ) 


Bei den Entscheidungen beruft sich die EZB auf

  • das aktuelle Preisniveau
  • Kurse von Yen und Dollar
  • die aktuelle Konjunkturlage
  • die Lage auf den Finanzmärkten 

Clearing 

Die privaten Banken verschulden sich bei EZB, die EZB bestimmt dabei wie viel Mittel sie zur Refinanzierung der Banken zur Verfügung stellt.  Im Giro Ring der Banken wird der Zahlungsverkehr ohne die Zentralbank abgewickelt. Dies wird als Clearing bezeichnet und im Euroraum über das TARGET System abgewickelt. ( siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Clearing)

Stellung der EZB in Europa

Die EZB ist frei von allen nationalen Einflüssen
die Regierungen der Länder haben kein Recht auf Kredite durch die EZB, kein Vetorecht bei geldpolitischen Beschlüssen, keine Weisungsrechte.

Die Unabhängigkeit der EZB ist ein wichtiges Instrument und darum auch gesetzlich verankert. Sie hat

  • Weisungsunabhängigkeit Darf keine Weisung von Regierungen oder anderen öffentlichen Organen in Empfang nehmen
  • Finanzielle Unabhängigkeit Keine Vergabe von Krediten an Regierungen oder öffentliche Haushalte
  • Personelle Unabhängigkeit  Die Mitglieder des EZB Rates können nur in besonderen Fällen aus dem Amt genommen werden 
  • Funktionelle Unabhängigkeit die Hauptaufgabe der EZB ist die Geldwertstabilität in zweiter Linie soll sie auf die Wirtschaftspolitischen Belange Rücksicht nehmen 

aber auch

  • Rechenschaftsverpflichtung Muss Jahresbericht beim EU Parlament einreichen. Hier kann man sich die aktuellen Jahresberichte ansehen. https://www.ecb.europa.eu/pub/annual/html/index.en.html



Aufbau der EZB

Die EZB besteht aus mehreren zentralen Organen ( vergleiche Prüfung der Wirtschaftsfachwirte, wirtschaftsbezogene Qualifikationen S. 77 und 76 )

Der Rat der europäischen Zentralbank ist das oberste Organ. Der Präsident, der Vizepräsident und die weiteren Minister werden von den Präsidenten der nationalen Zentralbanken ergänzt.

Das Direktorium 
ist die Exekutive der EZB und besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und den vier weiteren Mitgliedern des Direktoriums. Zu ihren Aufgaben gehören die Leitung und Verwaltung der EZB und die Durchführung der Beschlüsse der EZB. Das Direktorium erteilt den Nationalbanken Weisungen

Ernennung des Direktoriums erfolgt, indem der ECOFIN-Rat das Direktorium empfielt. Dieses wird dann von den Regierungen ernannt.

Der erweiterte EZB Rat ist für alle EU Staaten, die noch in in der Währungsunion angekommen sind. Diese besteht aus den Präsidenten der nationalen Zentralbanken der Nichtteilnehmerländern und dem EZB Rat. Dieser erweiterte Rat hat die Aufgabe zu prüfen, ob die Kandidaten die Konvergenzkriterien erfüllen. Sie ist auch das Verbindungselement der Währungsunion mit EWS II und hat nur eine beratende Funktion. Sie darf keine geldpolitischen Entscheidungen fällen.


Quellen


  1. Volkswirtschaftslehre II 0416A03 Dipl.-Volkswirt Matthias Natschinski überarbeitet von Klaus Krampe
  2. Dahl, Volkswirtschafslehre http://amzn.to/2dzee7a
  3. https://www.ecb.europa.eu
  4. Bildquelle Pixabay

Montag, 5. Juni 2017

Konjunktur



Was ist Konjunktur? 

Als Konjunktur bezeichnet man die wirtschaftliche Lage. Diese kann von einem Land oder von einer Firma stammen und sie durchläuft klassische Phasen - den sogenannten Konjunkturzyklus. Dieser beginnt immer wieder von Neuem, wenn er einmal durchlaufen wurde und beschäftigt uns regelmäßig. Wir lesen nicht nur in den Zeitungen vom Konjunkturbericht, sondern bekommen die wirtschaftliche Lage auch sehr am eigenen Laib zu spüren. Manchmal sehen wir auch die Maßnahmen des Staates, die der Konjunkturbelebung oder - bremsung dienen sollen.


Aufschwung EXPANSION

  • Wirtschaftssubjekte fragen immer mehr nach
  • Stimmung wird optimistischer
  • Nachfrage steigt
  • Angebot ist elastisch
  • Preise bleiben stabil
  • Zunehmende Kapazitätsauslastung
  • Die Neueinstellungen steigen
  • Sinkende Arbeitslosigszeitszahlen
  • Steigende Nachfrage nach Investitionsgüter
  • Kredite haben niedrige Zinsen
  • Steigende Steuereinnahmen


Expansion BOOM 

  • Steigende Konsumgüternachfrage
  • Steigende Preise
  • Steigende Löhne ( Lohn Preis Spirale )
  • Steigende Zinsen
  • Sinkende Aktienkurse
  • Sinkende Gewinne
  • Sinkende Investitionsgüternachfrage
  • Sinkende Stimmung


Abschwung Rezession

  • sinkende Invstitionsgüternachfrage
  • sinkende Konsumgüternachfrage
  • sinkende Produktion
  • Steigende Arbeitslosigkeitszahlen
  • Banken haben freie Überschussreserven
  • Sinkende Zinsen
  • Sinkende Aktienkurse, die sich langsam wieder erholen
  • Löhen bleiben wegen Tarifverhandlungen stabil
  • Steuerausfälle
  • Preise stagnieren


Tiefstand oder auch Depression

  • Steigender Optimismus macht sich breit
  • Banken haben hohe Liquiditätsreserven Banken
  • Sinkende Zinsen
  • Steigender Konsum
  • Steigende Beschäftigung

Wendepunkte

Im Verlauf eines Konjunkturzyklus gibt es insgesamt zwei Wendepunkte. Die Krise bezeichnet den unteren Wendepunkt. Wenn die Krise erreicht ist geht es nach dem Abwärtstrend wieder steil nach oben.

Der Höhepunkt nach dem Aufschwung ist der Boom. Ist ein Boom erreicht, dann geht es von dem Punkt an nur noch bergab und die Lage verschlechtert sich.


Auf diese Phasen folgt dann wieder ein neuer  Aufschwung und so weiterer und so fort

Wirtschaftswachstum

Die Konjunktur macht Aufschwünge und geht auch wieder nach unten, jedoch sinkt sie immer ein bisschen weniger tief ab. So kommt es, dass sich die Wirtschaft im Verlauf der Entwicklung doch nach oben entwickelt und die so tief sinkt wie an den Punkt, wo die Konjunkurlinien ihren Ausgang nahmen. Dieser Fakt wird Wirtschaftswachstum genannt.

Das Wachstum sorgt für mehr

  • Wohlstand
  • soziale Sicherheit
  • Staatseinnahmen
  • technische Innovation
  • Verteilung von Wohlstand

und das Wirtschaftswachstum ist das Ziel einer gelungenen Wirtschaftspolitik.

Kondratieffs Theorie der langen Wellen

Der Wissenschaftler Kondratieff fand heraus, dass sich die Konjunkturwellen immer wieder wiederholen jedoch in einem Zyklus von ungefähr 50 Jahren mit einem leichten Aufwärtstrend vollziehen. So dokumentierte er, dass es stets wichtige technische Fortschritte gibt, die den wirtschaftlichen Verlauf von Grund auf verändern und zu neuem Aufschwung führen. Diese Entwicklungen reichen von der Einführung der Dampfmaschine bis hin zur Entwicklung des Computers. Solche Entwicklungen führen dann immer zu einem neuen Aufschwung.

Schwankungen und Konjunkturverlauf

Während  der gesamte Konjunkturzyklus ein Vorgang ist, der sich über viele Monate hinweg erstreckt, kann es zu  Abweichungen und Schwankungen kommen. Diese haben sehr verschiedene Ursachen. So ist es möglich, dass die gesamte Wirtschaft gerade in der Boom Phase ist, sich jedoch in der Baubranche und im Hotel Gewerbe eine Kriese einstellt. Diese resultiert dann aus saisonalen Schwankungen und ist ein natürlicher Prozess.

Quellen und weiterführende Literatur

  • http://www.zw-jena.de/arbeit/globalisierung.html
  • http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/19808/konjunktur
  • Volkswirtschaftslehre II 0416A03 Dipl.-Volkswirt Matthias Natschinski überarbeitet von Klaus Krampe Seite 42-46
  • Die Prüfung der Fachwirte, wirtschaftbezogene Qualifikationen Seite 45 -46

Montag, 29. Mai 2017

Geldschöpfung


Das Bankensystem

Das Bankensystem besteht aus einem komplexen Zusammenspiel mehrerer Banken auf deutscher Ebene und auf der europäischen Ebene. Die Deutsche Bundesbank in Frankfurt ist  deutsche Zentralbank versorgt die Wirtschaft mit Geld. Hier Geld, das Zentralbankgeld besteht aus "echtem Geld", also Bargeld und dem Guthaben der Geschäftsbanken.

Die deutsche Bundesbank hat in den Bankplätzen Zweigstellen, die Landesbanken.

Seit 1998 gibt es die europäische Zentralbank ( EZB ), die mit den Bundesbanken der jeweiligen Ländern das Europäische System der Zentralbanken bildet. Die EZB ähnelt dem Aufbau der Bundesbank.


Geldmenge

In der Eurozone waren 2009 ungefähr 13 Mrd. Banknoten und 82 Mrd. Münzen im Umlauf. Der Wert der Euro betrug 783 Mrd Euro, was für jeden von uns 2500 Euro Bargeld macht. (Quelle: Wirtschaft für Einsteiger ). Doch die Geldmenge ist weitaus mehr als die Summe der Münzen und Scheine, wie diese Aufstellung zeigt. Außerdem ist die Geldmenge nicht gleich die Geldmenge. Man unterscheidet M1, M2 und M3 voneinander. M steht hierbei für money. Diese Geldmengen Begriffe muss man sich immer wieder vor Augen führen, wenn man sich mit dem Thema Geld und Umlauf von Geld beschäftigt.

Die Geldmengen M1 bis M3 setzen sich wie folgt zusammen: Quelle ILS Heft VWL W02

Münzumlauf
+ Banknotenumlauf
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= Bargeldumlauf
– Kassenbestände der monetären Finanzinstitute (MFI)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
= Nettobargeldumlauf
+ Sichtguthaben von Nichtbanken bei monetären Finanzinstituten
+ Sichtguthaben von Nichtbanken bei der Zentralbank
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
= Geldvolumen M1
+ Termineinlagen mit einer Laufzeit von bis zu 2 Jahren Einlagen mit einer Kündigungsfrist von bis zu 3 Monaten (z. B. auch Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist) kurzfristige Einlagen
= Geldvolumen M2
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
+ Von MFIs ausgegebene geldmarktfähige Wertpapiere (z. B. Geldmarktfondsanteile oder andere Geldmarktpapiere)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
= Geldvolumen M3

An den verschiedenen Geldvolumen kann man auch die Funktionen des Geldes festmachen. Während M1 Geld als Tauschmittel repräsentiert, stehen M 2 und M3 für die Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes.

Die Geldmenge ist nicht konstant. Durch das Wirtschaftswachstum, welches ja ein zentrales Ziel der Wirtschaftspolitik darstellt, steigt auch die Geldmenge. Denn durch das Entstehen von mehr Produkten oder teureren Produkten braucht man ja auch eine entsprechend größere Geldmenge, ansonsten käme es zur Teuerung.

Will man nun betrachten wie Geld geschöpft wird, so sollte man auch die Motive der Kassenhaltung von Nichtbanken mit in Betracht ziehen.

Geldschöpfungen


Man kann die direkte von der multiplen Geldschöpfung der Geschäftsbanken unterscheiden .


Die direkte Geldschöpfung
Hierbei fließt Geld aus dem  Bankensektor in den Nichtbankensektor. Dabei wird vom Banksektor Aktiva der Nichtbanken erworben und mit Sichtguthaben oder Geld bezahlt.
Diese Aktiva können

  • Gold
  • Devisen
  • Aktien
  • Wertpapiere
  • Wechsel (...) sein 

Oder man räumt einen Kredit ein.


Multiple Geldschöpfung der Geschäftsbanken

Die Bank braucht nun Passivgeschäfte um ihre Einlagen zu erhöhen.  Die Einlagen der Bank sind eingeteilt in
Mindestreserve ( je nach Vorgabe der EZB, geht als Sicherheitsreserve nicht mit in die Überschussreserve ein  )
Barreserve  ( Dies ist eine Menge an Barguthaben, welches vorgehalten werden muss, falls die Kunden ihre Einlagen zurück haben wollen )
Überschussreserve ( diesen Teil der Einlagen kann die Bank als Kredit vergeben )

Die Banken greifen zu einem Trick, um aus jedem vorhandenen Euro eigentlich mehrer Geld zu machen. Sie schöpfen Geld, indem sie aus dem vorhandenen Guthaben Kredite vergeben. Dieser Kredit landet ja wiederum als Geld auf dem Konto von jemanden. Die Kreditsumme ist somit zwei Mal vorhanden: Einmal als Forderung der Bank A an den Kreditnehmer. Und einmal als Guthaben des Kreditnehmers, welches er unter Umständen bei einer anderen Bank auf dem Konto hat. Diese kann dann wieder mit dem Geld, welches der Kreditnehmer ja als Kredit von Bank A bekommen hat arbeiten. Einen Teil davon muss sie als Sicherheit zurück behalten, doch einen weiteren Teil kann sie wieder als Kredit vergeben. So machen die Banken das in mehreren aufeinander folgenden Stufen für jeden Vorgang.

Ein Beispiel für eine multiple Geldschöpfung

Angenommen wir bekommen 1 000 Euro geschenkt. Diese bringen wir zu unserer Bank A. Die Bank hinterlegt die 1000 Euro als sogenannte Sichteinlage. Nun will die Bank mit den 1000 Euro arbeiten. Doch sie muss eine Mindestreserve an die EZB abgeben, sagen wir diese beträgt 2%. In  unserem Falle also 20 Euro. Nun sollen wir auch noch 18 Prozent Barreserve für die Bank berücksichtigen. Dies wären 180 Euro.

Die Bank A hat also
Sichteinlage 1000 Euro

Barreserve 180 Euro
Mindestreserve 20 Euro
Überschussreserve 800 Euro

Mit der Überschussreserve kann die Bank A arbeiten. Sie vergibt einen Kredit an den Ebay Händler H., der dafür waren einkauft. Diese bezahlt er an Firma B bei der Bank B
Bei der Bank A sieht das dann so aus
Sichteinlage 1000 Euro

Barreserve 180 Euro
Mindestreserve 20 Euro
Forderung an Ebayhänder H für den Kredit 800 Euro
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Die Firma B bekommt den Zahlungseingang und legt diese auf ihrem Bankkonto der Bank B zurück. Bei der Bank B sieht das nun so aus

Sichteinlage 800 Euro

Barreserve 144 Euro
Mindestreserve 16 Euro
Überschussreserve 640 Euro

Bank B kann mit den nun als Überschussreserve hinterlegtem Geld wieder einen Kredit vergeben. Diesen gibt er an Frau C. Diese kauft bei der Baufirma C Bretter für ihren Neubau ein. Firma C hinterlegt das Geld auf dem Bankkonto der Bank C.
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Aus Sicht von Bank B sieht es nun folgendermaßen aus
Sichteinlage 800 Euro

Barreserve 144 Euro
Mindestreserve 16 Euro
Forderung an Frau C. für den Kredit 640 Euro

Bank C hat nun dieses Bild bei sich, diese kann die neuen Gelder als Sichteinlage eintragen
Sichteinlage 640  Euro

Barreserve 115,20 Euro
Mindestreserve 12,80 Euro
Überschussreserve 524,80 Euro
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Die Bank C freut sich über diese Geldanlage und vergibt wieder einen Kredit...

So geht die Kette immer und immer weiter. Bis man die gesamten Möglichkeiten der immer neuen Überschussreserven vollständig ausgeschöpft hat.

Kreditschöpfungsbetrag und Geldschöpfungsmultiplikator

Wie man sieht vermag die Bank aus einer bestimmten Menge Geld noch mehr Geld herzustellen. Wie viel die Bank genau herstellen kann, das kann man mit Hilfe von 2 Formeln errechnen.

Die Überschussreserve wird in Euro angegeben, die Mindesreserve und Barreserve in Prozent ( 80 Prozent wären 0,8)

Die erste Formel ist der Kredtischöpfungsbetrag. Dieser errechnet sich aus Überschussreserve /(Barreserve + Mindestreserve)
Diese gibt den Betrag an wie viel man aus 10000 Euro machen kann.  Der Faktor, der angibt, auf das Wievielfache seiner ursprünglichen Größe sich eine Überschussreserve nach dem Durchlauf durch die Geldschöpfungsprozesse erhöht, nennt man Geldschöpfungsmultiplikator.
Dieser berechnet sich mit
1 / (Barreserve + Mindestreserve )




Quellen und weiterführende Literatur

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Geld
  • Volkswirtschaftslehre II 0416A03 Dipl.-Volkswirt Matthias Natschinski überarbeitet von Klaus Krampe
  • Wirtschaft für Einsteiger, Sekundarstufe I, Arbeitsblätter Bestellnummer 5336, ISBN 978-3-8389-7053-3
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Geld
  • Dahl, Volkswirtschafslehre http://amzn.to/2dzee7a
  • http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/geldtheorie.html


Montag, 22. Mai 2017

Prüfungswissen Rechnungswesen - Wie die Konten am Jahresbeginn eröffnet werden

Neues Jahr, neues Glück. So oder ähnlich ist es jedes Jahr, wenn die Geschäftsjahre enden und die neuen Geschäftsjahre beginnen. Doch wie genau geht man vor, wenn das Jahr einen neuen Anfang genommen hat und man die Konten noch einmal von vorne an frisch führen muss, um das neue Jahr für sich zu sehen. Hier wird alles einmal genau erklärt.

Was zuvor geschah

Im alten Jahr hat man zunächst das Jahr abgeschlossen. Die Einzelkonten wurden auf das G und V Konto verbucht und gingen in die Bilanz über. Die Bilanz dient zur Grundlage der Bewertung des Unternehmens und für alle weiteren Vorgänge. Mit Ablauf des Geschäftsjahres erfolgte natürlich auch eine Inventur, aus dem das Inventar hervor ging. Am Ende dieses Prozess steht dann die Bilanz. Diese ist die Grundlage für die Eröffnungen im neuen Jahr und zugleich auch der Abschluss der Konten im alten Jahr.

Das Eröffnungsbilanz Konto

Um die Erfolgskonten wieder eröffnen zu können benötigen wir ein Hilfskonto. Wir kennen ja bereits das Schlussbilanz Konto. Für die Wiedereröffnung gibt es das Eröffnungsbilanz Konto. Dies entsteht aus der Bilanz, indem man die Aktivseite auf die rechte Seite schreibt und die Passivseite der Bilanz auf die linke Seite befördert.

Das EBK oder Eröffnungsbilanz Konto ist somit das Spiegelbild der Bilanz.

Beispiel

Bilanz

Aktiva                             Bilanz der Firma Papierperlen                       Passiva
...
Kasse 100 €

EBK

SOLL                             EBK   der Firma Papierperlen                       HABEN
...
                                                                                                              Kasse 100 €

Buchungssätze am Eröffnungstag

Die Aktivkonten werden immer mit dem Buchungssatz
Kasse an EBK eröffnet ( statt Kasse eben mit dem entsprechenden Konto ). So kommt es dann zu Stande, dass in den Konten bei ihrer Eröffnung der Anfangsbetrag auch immer im Soll steht.

Die Passivkonten werden mit EBK an Verbindlichkeiten ( oder anderes Passivkonto ) eröffnet. Diese haben ihren Anfangsbestand am Jahresbeginn stets im HABEN: 

Montag, 15. Mai 2017

Prüfungswissen Rechnungswesen - Inventur - Inventar - Bilanz

 Jeder Rechnungswesen Unterricht beginnt mit den Begriffen Inventar, Inventur und Bilanz. In diesem Beitrag wollen wir die Begriffe Inventar, Inventur und Bilanz voneinander abgrenzen, definieren und erklären welche rechtliche und  betriebswirtschaftliche Grundlage es hierfür gibt.

Laut 240 HGB ist jeder Geschäftstreibender bei der Gründung und Übernahme, sowie beim Schluss des Jahres zu einer Bestandsaufnahme verpflichtet. Dabei sollen Vermögen und Schulden zusammengefasst und erfasst werden und einander gegenüber gestellt werden. Das geschieht im Laufe des Verarbeitungsprozesses von der Inventur bis hin zur fertigen Bilanz. Man sollte zu einem bestimmten  Zeitpunkt die Schulden und das Vermögen sowohl mengenmäßíg als auch wertmäßig erfassen können.

Hierbei muss man unterscheiden ob es sich um eine körperliche Inventur handel , die durch das Zählen und Wiegen und zum Teil auch durch Schätzen die Menge der Gegenstände erfassen kann. Außerdem kann eine Inventur in Form einer Buchinventur ablaufen, bei der die nicht körperlichen Vermögensteile durch Belege erfasst werden.

Die Inventur läuft ab, indem der Inventurleiter den Aufnahmeplan aufstellt und plant und die ordnungsgemäße Durchführung der Inventur überwacht.

Inventurarten
Zeitlich kann man eine Stichtagsinventur und eine verlegte Inventur voneinander abgrenzen.

Eine Stichtagsinventur kann zehn Tage vor oder zehn Tage nach einem Stichtag ablaufen. Dieser Stichtag ist dann die Berechnungsgrundlage und Differenzen in Form von Zu- und Abgänge können dann zu dem Stichtagswert hinzu gerechnet werden oder abgezogen werden.

Eine verlegte Inventur zieht sich zu einem anderen Zeitpunkt hin.

Die permanente Inventur findet laufend statt. Hierzu wird eine Lagerkartei geführt, die dann immer aktualisiert wird, wenn Waren hinzu kommen oder entnommen werden.

Eine Stichprobeninventur fasst mathematisch mit Hilfe von Statistischen Methoden die Werte einer Stichprobe auf die Gesamtheit. Zum Beispiel nimmt man aus einem Sack von Schrauben 1 Messbecher voll Schrauben hinaus. Dann zählt man diese und wiegt diese. Wenn man nun das Gewicht des gesamten Sackes kennt kann man daraus herleiten wie viele Schrauben in dem Sack enthalten sind.


Aus der Inventur geht das Inventar hervor. Hierbei handelt es sich um ein Bestandsverzeichnis.

In dem Bestandsverzeichnis sind alle Vermögensgegenstände und Schulen zu einem Stichtag erfasst. Sie sind nach Menge, Art und Wert aufgegliedert. Die Vermögensteile teilt man in Anlagevermögen und Umlaufvermögen auf. Hierbei ist die Anordnung nach Fälligkeit bereits so vorgesehen wie dies auch später in der Bilanz angeordnet werden soll.

In der Bilanz sind die Inhalte aus dem ausführlichen Bestandverzeichnis zusammen gefasst. Hierbei wird der Inhalt in Kontenform aufgeführt. Das Verhältnis zwischen Vermögen und Schulen wird in den Posten Aktiva = also den Vermögensposten und Passiva ( den Kapitalposten ) gegliedert.  Über die Bilanz und ihren Aufbau, sowie die gesetzlichen Grundlagen werden wir im Verlauf des Blogs noch weitere Inhalte lernen. Die Bilanz gehört zum Prüfungswissen für das Fach Rechnungswesen.

Man sollte:

  • Aus einem Inventar eine Bilanz erstellen können
  • Die Reihenfolge Inhalte in der der Bilanz kennen
  • Wissen welche rechtlichen Grundlagen es für den Aufbau der Bilanz gibt ( HGB) 



Montag, 8. Mai 2017

Prüfungswissen Rechnungswesen - Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung

Jeder, der sich auch nur im weitesten Sinne mit Rechnungswesen befasst, wird schon einmal von den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung gehört haben. Sie gehört zum Basiswissen aller betriebswirtschaftlichen Berufe, denn Rechnungswesen ist eine Kerndisziplin dieser Bereiche.

Was sind die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung?


Die Grundsätze sind eine Ergänzung zum HGB und den darin festgelegten Vorschriften für die Buchführung. Sie sollen der Einheitlichkeit und Klarheit dienen und helfen die Buchführung auswertbar und nicht manipulierbar zu halten.
Die Grundsätze sind aus den täglichen Abläufen aller Buchführenden nicht weg zu denken und sind auch Bestandteil jeglicher Software, die der Buchhaltung dient.
Man muss zwischen den GoB und den GoBD unterscheiden. Erstere bezeichnen die allgemeinen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung, während sich die letzteren mit den Grundsätzen befassen, die für die Datenverarbeitung wichtig sind.

Diese Grundsätze stammen aus der Wissenschaft und der Praxis, sind der Rechtssprechung und den Empfehlungen der Wirtschaftsverbände entnommen. Man möchte damit alle Geschäftsfälle erfassen, die Unterlagen sollten klar und übersichtlich sein und man sollte dem eisernen Grundsatz folgen, dass keine Buchung ohne Beleg erfolgen darf. Zudem muss das Dokument immer verfügbar und lesbar sein.

Warum gibt es die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung?

Diese Grundsätze haben mehrere Zwecke. Vor allem sichern sie den Schutz vom

  • Gläubiger der Unternehmer
  • den Unternehmer selbst
  • den Steuerzahler


Sie haben das Ziel einen fundierten Überblick über die finanzielle Lage zu vermitteln und alle Geschäftsfälle nachvollziehbar darzustellen.

Welche Grundsätze gibt es?

Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit

Dieser Grundsatz ist der Wichtigste, wenn man sich die Buchführung vieler Betriebe ansieht. Bei der Buchführung gilt es zu beachten, dass diese so zu führen ist, dass die Vorgänge stets von Personen nachvollzogen werden können, welche nicht zum Betrieb gehören und auch keine Kenntnis davon haben wie die Vorgänge im Betrieb ablaufen. Beispiel für einen Verstoß gegen diesen Grundsatz: Susi Sorglos kürzt alle Bestellvorgänge immer nach eigenem Belieben ab. Sie vermerkt diese Bezeichnungen auch nirgendwo. Korrekt wäre es: Einheitliche Benennungen zu verwenden, Unklarheiten zu erklären und zu dokumentieren.

Grundsatz der Richtigkeit und Willkürfreiheit

Die Geschäftsfälle in der Buchführung müssen auf real existierenden Ereignissen beruhen, welche sich auch in der Buchhaltung nachvollziehen lassen. Beispiel für einen Verstoß gegen diesen Grundsatz: Wir haben eine Kassendifferenz von 100 Euro und schreiben diese einfach auf irgendeine Entnahme. Hier gab es ja keine reale Entsprechung zur Buchung. Korrekt wäre dies auch als Fehlbetrag zu erfassen.

Grundsatz der Vollständigkeit
Alle Geschäftsfälle müssen vollständig und komplett abgehandelt werden. Außerdem sollten sie zeitgerecht und komplett erfasst werden. Wenn Belege oder Angaben fehlen würde, könnte man ja einfach Zahlungen verheimlichen oder hinzu fügen. Darum ist dieser Grundsatz so wichtig.

Unterlagen der Buchführung sind 10 Jahre lang auf zu bewahren. 
Die Unterlagen müssen jederzeit lesbar sein. Bei Unterlagen aus der digitalen Welt müssen diese nach GOBD jederzeit lesbar gemacht werden können. Dies setzt auch voraus, dass man die Unterlagen auf gut abrufbaren Speichermedien aufbewahrt hat.
  • Saldierungsverbot
  • Grundsatz der Bilanzidentität
  • Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
  • Grundsatz der Einzelbewertung
  • Grundsatz der Vorsicht
  • Realisationsprinzip
  • Imparitätsprinzip
  • Grundsatz der Periodenabgrenzung
  • Grundsatz der Stetigkeit der Bewertungsmethoden
Verstöße gegen die GOB

Wer die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ignoriert oder sie in Grundzügen oder komplett vernachlässigt, der muss mit harten Konsequenzen rechnen. Zum Einen kann es steuerrechtlich schwerwiegende Folgen haben. So kann die zuständige Steuerbehörde die finanzielle Situation der Firma ja nicht ordnungsgemäß beurteilen und wird so zum Schätzen der Kennzahlen Umsatz und Gewinn greifen. Das zieht auch einen geschätzen Steuerbetrag nach sich, den der Unternehmen dann zahlen muss.

Wer Jahrensabschlüsse verschleiert oder unwahr abgibt, den drohen Geldstrafen und sogar Freiheitsstrafen können auf die Personen zu kommen.

Erschwerend kommt dann noch hinzu, dass im Streitfall nur eine korrekte Buchführung über Beweiskraft verfügt. Dies kann man im Handelsgesetzbuch §258 und den folgenden Teilen nachlesen.

Quellen und weiterführende Informationen

  1. https://debitoor.de/lexikon/grundsaetze-ordnungsmaessiger-buchfuehrung-gob
  2. http://buchhaltung-lernen.de/grundsaetze-ordnungsgemaesser-buchfuehrung-gob.html
  3. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/grundsaetze-ordnungsmaessiger-buchfuehrung-gob.html
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Grunds%C3%A4tze_ordnungsm%C3%A4%C3%9Figer_Buchf%C3%BChrung

Montag, 1. Mai 2017

Prüfungswissen Rechnungswesen - Wie baut man einen Buchungssatz

Wer in einem Betrieb arbeitet und dort das Rechnungswesen leitet, der muss buchen können. Hierfür sollte man die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung kennen, die festlegen wie die Buchführung abzulaufen hat.
Doch die schönsten Grundsätze nützen gar nichts, wenn man nicht zumindest in Grundzügen einen Buchungssatz bauen kann. 


Bilanz und Konten 

Zunächst muss man wissen, dass alles in der Buchführung mit der Bilanz beginnt. Diese hat eine Aktivseite und eine Passivseite. Aus der Bilanz und den anderen Abschlussdokumenten des Jahres entsteht nach einer Konteneröffnung ( die wir auch noch mal besprechen )  eine ganze Bandbreite von Konten. Diese kann man in einem Kontenrahmen als Übersicht sehen. Jeder Vorgang im Betrieb kann in einem Konto erfasst werden und so alles an Vorfällen abbilden, was in dem Betrieb so passiert. Einige Konten brauchen wir oft, so wie das Konto Kasse oder Bank, andere Konten sind seltener in Gebrauch. Auf jeden Fall müssen wir aber zwei Arten von Koten unterscheiden:

Kontenarten

Es gibt nur zwei Arten von Konten, die wir in  dem täglichen Geschäftsfeld gebrauchen:
Aktivkonten und Passivkonten.
Bei den Konten heißen die Seiten

Statt Aktiv und Passiv
Soll und Haben

Und man bezeichnet als Aktivkonten jene Konten, die im AKTIV mehr werden und im Passiv weniger werden. Als Passivkonten sind jede Konten bezeichnet die im Passiv mehr werden und im Aktiv weniger.

Aktivkonten werden also im Soll mehr - Passivkonten werden im Haben mehr.

Das muss so sein, damit wir gemäß der doppelten Buchführung immer ein Buchungspaar bilden können.

Der Buchungssatz Aufbau

Der Buchungssatz ist immer so aufgebaut
SOLL an HABEN

Vier Arten von Geschäftsfällen
Man unterscheidet vier Arten von Geschäftsfällen, danach welche Wirkung sie auf welche Seite(n) der Bilanz haben

  • Aktiv Tausch
  • Passiv Tausch
  • Aktiv-Passiv- Mehrung
  • Aktiv-Passiv-Minderung
Vorgehen beim Bilden eines Buchungssatzes
  1. Man geht in vier Schritten vor:
  2. Geschäftsfall nach den betroffenen Konten untersuchen
  3. Feststellen ob es Aktivkonten oder Passivkonten sind
  4. Wo sind diese Konten betroffen im SOLL oder im Haben
  5. Buchungssatz bilden

Beispiel
  1. Wir kaufen eine Packung Büroklammern bar ein
  2. Konten: Büromaterial und Kasse
  3. Beides sind AKTIV Konten, das heißt es kann nur ein Aktiv Tausch sein. Das bedeutet eins der Konten wird MEHR und eins der Konten wird weniger
  4. Wir kaufen Büromaterial ein, also wird dieses mehr, dafür geben wir Geld aus, das wird weniger, also wird Büromaterial mehr ( im Soll ) und Kasse wird weniger im Haben 
  5. Büromaterial an Kasse

Dienstag, 25. April 2017

Werbung in eigener Sache

Heute stelle ich Euch mal das Video Die drei Spinneren vor. Es passt natürlich nicht ganz auf diese Seite, doch war es mir wichtig Euch einmal zu zeigen welche Projekte wir noch so haben, außer einfach nur die kühle Wirtschaft voran zu treiben. Märchen und Sagen, Geschichten und Erzählungen, Heiteres und Trauriges findet Ihr auf dem Kanal für Sophie, Sophies Märchenland

Montag, 24. April 2017

Volkswirtschaftslehre - Der Homo Oeconomicus

Adam Smith ( 1723-1790 ) wusste schon, dass jeder nach seinem eigenen Wohle strebt. So kauft man die Wurst beim Metzger nicht, damit es dem Metzger gut geht, sondern damit man seinen Hunger auf Wurst stillt.

Der homo oeconomicus hat demnach folgende Merkmale


  • er denkt wirtschaftlich
  • er handelt rational
  • seine Entscheidungen beruhen auf Grundlage vollständiger Informationen
  • er hat stabile Präferenzen
  • er ist stets auf seinen persönlichen Vorteil bedacht


























In der Theorie wird davon ausgegangen, dass sich der Homo Oeconomicus stets so verhält, dass er den maximalen Nutzen aus seiner Entscheidung ziehen kann. Wenn er also zwischen zwei Wahlmöglichkeiten wäre, würde er stets jene wählen, die für IHN den größten Vorteil beinhaltet.

Beispiel: Simon kann sich entscheiden, entweder bekommt er 100 Euro oder er bekommt 80 Euro und sein bester Freund Eric bekommt 20 Euro. Nach dem Grundsatz des Homo Oeconomicus würde Simon nun die 100 Euro nehmen. Doch man kann davon ausgehen, dass es wenige Menschen gibt, die ihrem besten Freund die 20 Euro nicht gönnen.  Darum stellt die Wissenschaft diese Ansicht in Frage:

Moderne Theorien

man sieht den Homo Oeconomicus heute häufig kritisch. Da der Mensch nie ein vollständiges Informationsangebot hat und auch nicht immer rational handelt finden heutige Ökonomen die Annahme des Homo Oeconomicus unsinnig. Zudem muss man sagen, dass Werbung oder Marketing bei einem solchen Menschen wirkungslos wäre. Dies ist ja aber bekanntlich beim Menschen an sich nicht der Fall. Menschen kaufen eben manchmal nicht aus rein rationalen Motiven, sondern viele Käufe sind von Emotionen gelenkt.



Quellen und Stoffverortung:
Wo ist das in meinem Lernstoff:
ILS HEFT VWL 2  Kapitel 4.2
Wirtschaft für Einsteiger Arbeitsblatt 5

Zum Weiterlesen

http://www.bwl-wissen.net/definition/homo-oeconomicus
http://www.bwl-wissen.net/definition/homo-oeconomicus
http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/homo-oeconomicus/homo-oeconomicus.htm

Montag, 17. April 2017

Was kann ich im Alltag für meinen Wirtschaftsfachwirt tun?

Viele Dinge kann man nur lernen, wenn man sich an den Schreibtisch begibt und ackert, ackert und nochmal ackert. Andere Dinge erledigen sich so nebenbei. So beim Vorbeigehen sozusagen. Einige dieser Dinge möchte ich Euch noch mal auflisten, um Euch beim Lernen zu inspirieren und Möglichkeiten auf zu zeigen das zu Lernende besser zu verinnerlichen.


Nachrichten

Manchmal vergisst man es ja, die tägliche Dosis News aufzunehmen. Dabei wäre gerade das so wichtig, denn schließlich werden hier immer mal wieder Begriffe und Inhalte aufgegriffen, die auch als Wirtschaftsfachwirt Prüfling gewusst werden wollen. Von der ESBZ und dem Leitzins bis hin zur Konjunkturkrise es gibt fast kaum eine News die man nicht mit in den Ausbildungskanon einsortieren könnte.

Gespräche

Man sollte sich die Zeit nehmen und auch mal mit anderen Menschen über das Gelernte und über Politik zu sprechen. Sicher, nicht alles was Andere sagen hat Hand und Fuß doch darum geht es gar nicht. Es geht darum zu üben: Das Argumentieren, eine Meinung vertreten, Fragen zu beantworten, sich fachlich positionieren. Alles Dinge, die in der Prüfung abgefragt werden und wichtig sind.

Der Lernsnack zwischendurch

Man unterschätzt gerne die berühmten 10 Minuten am Tag und deren Effekt auf den Lernerfolg. 10 Minuten, das sind alle Werbepausen eines Abendfilmes zusammen. In denen kann man sich sehr gut noch mal die Karteikarten vornehmen, einfach durchlesen oder innerlich abfragen. In denen könnte man auch noch ein paar Seiten der Lernhefte lesen, ein Lehrbuch durcharbeiten oder sich in 10 Minuten am Tag Youtube Videos zu den Themen der Stunde heraussuchen.

10 Minuten am Tag, das sind bei 360 Tagen im Jahr, bei 1,5 Jahren Ausbildung ( was 360 Tagen plus 180 Tagen entspricht ) 540 Tage mit 10 Minuten, also 5400 Minuten, also 90 gesamte Stunden, was schon drei komplette Tage bedeutet in denen man Tag und Nacht lernt...

Also nehmt Euch die 10 Minuten, gönnt Euch den Bonus, baut den Lernsnack in Euer leben ein.

Wissen statt Fernsehezeitung

Nun mal Werbung in eigener Sache: Gönnt Euch statt einer Fernsehzeitung noch mal das Managermagazin oder ein anderes wirtschaftliches Fachblatt. Auch Börsenmagazine und Co können den Horizont doch deutlich mehr erweitern, als es eine Fernsehzeitung ( und sei diese noch so gut ) je  könnte.

Reportagen statt Spielfilm

Abends einfach mal eine Reportage gucken "Deutschland als Exportweltmeister " und Co kann den Horizont schon so sehr erweitern. Dies fließt dann auch die Inhalte mit ein, die man bei den Prüfungen wieder gibt und man kann sich im Fachgespräch und bei den Klausuren als umfassend informierter Prüfling präsentieren.  

Montag, 10. April 2017

VWL / BWL - Die drei Wirtschaftssektoren ( Erweiterung um den vierten Sektor )

In der Betriebswirtschaftslehre lassen sich die Firmen und Unternehmen in drei Arten von Gruppen gliedern. Diese sind nach ihrem Zeitpunkt im Produktionsprozess sortiert. Man nimmt eine solche Aufteilung auch deshalb vor, um festzustellen in welchem Sektor sich ein Unternehmen betätigt und welche Verarbeitungsstufe eines Produktes diese Stufe darstellt. Die drei Sektoren lassen sich vom primären über den sekundären Sektor bis hin zum tertiären Sektor einteilen.

Der primäre Sektor oder der Sektor der Urerzeugung

hier sind alle Betriebe zusammengefasst, die am Anfang des Produktionsprozesses stehen. Sie gewinnen oder produzieren die Rohstoffe meist direkt aus der Natur. Zum Beispiel fallen die Bauern in diesen Sektor, welche aus der Natur die Produkte gewinnen, die zur weiteren Verarbeitung in den gesamtwirtschaftlichen Umsatzprozess eingehen. So gewinnt der Bauer aus der Natur Milch, welche dann zum Herstellen von Seife verwendet werden kann. So entsteht im Sektor der Urerzeugung jenes Produkt, welches kombiniert mit anderen Produkten später zum Endprodukt wird.

In den Sektor der Urerzeugung fallen

  • Fischereien
  • Bergbau
  • Landwirtschaft
  • Wasserkraft und Windkaft


Der sekundäre Sektor oder der Sektor der Industrie / Weiterverarbeitung

In diesem Sektor werden alle Produkte aus dem Sektor der Urerzeugung  aufgegriffen und weiter verarbeitet. Hier werden zum Beispiel die landwirtschaftlichen Erzeugnisse verarbeitet. In unserem Beispiel wäre es die Molkerei, die die Milch aus der Landwirtschaft weiter verarbeitet.

In diesen Sektor fallen

  • Wasserwirtschaft
  • Industrie
  • Handwerk
  • zT Bergbau


Der tertitäre Sektor oder der Dienstleistungssektor

In dem dritten Sektor wird die aus der Urerzeugung gewonnene Rohmasse, welche im sekundären Sektor verarbeitet wurde verkauft und beworben. In unserem Beispiel gewann der Bauer Milch im Sektor der Urerzeugung, diese wurde im sekundären Sektor zu Seife verarbeitet und wird nun im tertiären Sektor verkauft,  weiter gehandelt ( Großhandel ), beworben und so weiter.
In diesen Sektor gehören
  • Banken
  • Versicherungen
  • Handel
  • Großhandel
  • Beratungen


Der quartäre Sektor oder der Sektor der Information

Klassisch zählt man die Betriebe und Berufe aus diesem Sektor zum tertiären Sektor. Doch der 1961 durch Jean Gottmann vorgeschlagene vierte Sektor hilft den Anforderungen unserer Informationsgesellschaft gerecht zu werden und diesen besonderen Wirtschaftszweig auch in den Wirtschaftssektoren ab zu bilden.

Hier gehören die Dienstleistungen aus der Beratung dazu. Das sind neben Rechtsanwälten auch Steuerberatger oder die Erziehungsberufe und die Heilberufe. Aber auch technische Zweige sind aus diesem Sektor nicht weg zu denken, es werden die IT Technologien und Kommunikationstechnologien hier eingegliedert und auch die Hochtechnologien, zB Nanotechnologien.

Der Quintäre Sektor oder der Sektor der Entsorgungswirtschaft

In diesem Sektor wird alles zusammen gefasst, was sich mit dem Entsorgen und Wegwerfen beschäftigt. Neben dem Recycling Sektor somit auch die Logistik der Entsorgung.
Hier finden sich

  • Abfallwirtschaft
  • Müllabführ
  • Kläranlagen
  • Recycling

Zeitliche Entwicklung

Ein Land entwickelt sich in der Regel vom primären Sektor hin zum tertiären Sektor. In Deutschland waren im 18. Jahrhundert noch über 60 Prozent der Arbeitnehmer im Sektor der Urerzeugung beschäftigt. Im Laufe der Zeit kam es zu einer Entwicklung hin zum dritten Sektor.  Dieser gewann mehr und mehr an Bedeutung und wurde schließlich im 21- Jahrhundert mit über 60 Prozent der Arbeitnehmer zum größten Arbeitsfeld der Deutschen. Im primären Sektor sind nur noch 3 Prozent der Arbeiter beschäftigt.


Quellen und weiterführende Links

http://www.cpw-online.de/kids/wirtschaftsbereiche.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftssektor

Montag, 3. April 2017

Lernzettel / Fragenkatalog : Betrieb / Betriebswirtschaftslehre / Unternehmen / Tatbestände für einen Betrieb

Was ist ein Betrieb?
Eine zeitlose von der jeweiligen Wirtschaftsordnung unabhängige Kategorie wirtschaftlich planvollen Handeln
Nennen Sie ALLE Tatbestände für einen Betrieb nach Gutenberg
  • Faktorkombination
  • Wirtschaftlichkeit
  • finanzielles Gleichgewicht
  • äußere/innere Autonomie
  • Privateigentum
  • Gewinnmaximierung

Nennen Sie die systemdifferenten Tatbestände für einen Betrieb nach Gutenberg
  • Faktorkombination
  • Wirtschaftlichkeit
  • finanzielles Gleichgewicht

Nennen Sie die systembezogenen Tatbestände für einen Betrieb nach Gutenberg
  • äußere Autonomie
  • Privateigentum
  • Gewinnmaximierung

Ordnen Sie zu welche Tatbestände nach Gutenberg A systemdifferent und b systembezogen sind
  • Faktorkombination A
  • Wirtschaftlichkeit A
  • finanzielles Gleichgewicht A
  • äußere Autonomie B
  • Privateigentum B
  • Gewinnmaximierung B

Nennen Sie die praktische Anwendung der sechs Tatbestände von Gutenberg und differenzieren Sie diese nach Systemdifferenten Tatbeständen und Systembezogenen Tatbeständen
Gutenberg kennt sechs Tatbestände für einen Betrieb:
3 Systemdifferente Tatbestände und 3 Systembezogene Tatbestände
Die Systemdifferenten Tatbestände sind

System der Faktorkombination: Wir kombinieren Leistung durch Arbeit mit den Betriebsmitteln und Werkstoffen:
Wir kombinieren unseren Arbeitseinsatz bei der Herstellung und beim Verkauf und die Papierstreifen (Rohstoffe ) mit dem Einsatz von Betriebsstoffen (Kleister )

Wirtschaftlichkeitsprinzip: Wir arbeiten mit sparsamen Mitteln und unter maximaler Ergibigkeit:
Wir versuchen so wenig Kleister und Lacke wie möglich zu verwenden und auch die Fahrtkosten und Standgebühren für die Märkte klein zu halten. Wir arbeiten so arbeitssparend wie möglich

Prinzip der äußeren Autonomie
Die Behörden haben keinen Einfluss auf die Produktionspläne
Keine Behörde sagt mir wann ich runde oder eckige Perlen machen soll
Prinzip der inneren Autonomie: Ich darf alles selbst bestimmen
Ich bestimme wann ich zu welchem Markt fahre und welche Marketingstrategie ich anwende, auch sonst bestimme ich alles allein
Erwerbswissenschaftliches Prinzip
ich habe für 100 Euro Kleister und Farben gekauft und will dafür jetzt einen möglichst hohen Erlös erzielen
Was ist der Unterschied zwischen einem Betrieb und einem Unternehmen?
Eine Firma, also ein Unternehmen hat mehrere Standorte. Die Firma Paperpearls by Hilkon ist das Unternehmen. Diese hat die Betriebsstelle auf Sylt und in St. Peter Ording, also hat das Unternehmen Paperpearly by Hilkon 2 Betriebe.
System der Faktorkombination
    Erkläre

( Der Betrieb kombiniert die Produktionsfaktoren und Arbeitsmittel, sowie Werk-, Roh-, Hilfsstoffe zu den betrieblichen Zwecken )

    Erkläre Prinzip der Wirtschaftlichkeit
System der Wirtschaftlichkeit ( Der Betrieb arbeitet nach dem ökonomischen Prinzip und versucht bei sparsamster Mittelverwertung die maximale Ergibigkeit zu erzielen )
und dem
    Erkläre
    Prinzip des finanzielles Gleichgewicht
System des finanziellen Gleichgewichts ( Der Betrieb muss so wirtschaften, dass er stets seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann)
Definition des U nternehmens
Eine Wirtschaftseinheit die unter Betrachtung der Wirtschaftlichkeit produktive Faktoren kombiniert und dabei der Wirtschaftsordnung entsprechend nach innere, äußerer Autonomie und dem wirtschaflichen Betrieb handelt
Welche Einteilung kann man in Bezug auf die allgemeine Betriebswirtschaftslehre vornehmen?
Man kann sie einteilen in die Betriebswirtschaftliche Theorie und in die Betrietswirtscahftliche Poltik
Was behandelt man in der Betriebswirtschaftlichen Theorie?
Die Zusammenhänge und Abläufe in der betrieblichen Entwicklung und die Ursache und Wirkung, sowie Beziehungen und gegenseitige Abhängigkeiten in der Wirtschaft
Was behandelt die betriebswirtschaftliche Politik?
Die Erkenntnisse lassen sich auf einzelne Fragen und auf Entwicklung von praktischen Verfahren anwenden
Wie kann man die spezielle Betriebswirtschaftlehre nach Zweigen aufgliedern?
Industriebetriebslehre Handelsbetriebslehre Bankbetriebslehre Versicherungsbetriebslehre Verkehrsbetriebslehre Betriebswirtschaftslehre des Handwerks Betriebswirtschaftslehre der öffentlichen Verwaltung
Wie kann man die spezielle Betriebswirtschaftlehre nach Funktionsbereichen aufgliedern?
Beschaffung Material und Lagerwirtschaft Leistungserstellungen/Produktion (Güter - Dienstleistungen) Absatz/Marketing Investition und Finanzierung Logistik/Transport Personal Betriebsführung (Leitung - Organisation - Planung) Rechnungswesen (Verwaltung - Controlling)
Warum braucht man eine Unterteilung der Betriebswirtschaftslehre in spezielle Fachbereiche?
Weil ein Industriebetrieb ganz andere betriebswirtschaftliche Aufgaben hat, als eine Bank oder eine Versicherung. Für die speziellen Bereiche gelten unterschiedliche Gesetze, verschiedene Wertschöpfungsprozesse und man braucht darum auch spezielle Einsatzgebiete
Welche Nachbarwissenschaft hat die BWL
VWL
Arbeitswirtschaft
Arbeitspysiologie
Betriebspsychologie
Betriebssoziologie
Wirtschaftsrecht
Welche Bedeutung haben die Tatbestände für einen Betrieb nach Gutenberg
Sie dienen dem Defininieren des Begriffs Betrieb und helfen die inneren Vorgänge zu verstehen. Zudem erklären sie auch in wie weit sich ein Betrieb zum System verhält
Ist jeder der speziellen Fachgebiete der speziellen Betriebswirtschaftslehre in allen Bereichen von Bedeutung?
Nein, ein Banker muss zum Beispiel nicht genau wissen wann man eine Haftpflichtversicherung so oder anders im Bedigungswerk festhält. Dieses Wissen ist aber für Versicherungskaufleute unabdingbar
Kann man die Inhalte der Betriebswirtschaftslehre klar von den Inhalten der Nachbarwissenschaften abgrenzen?
Nein, das ist nicht möglich, da sich Fachbereiche überschneiden und zum Teil auch ähnlich Formeln für die Berechnung von Sachverhalten verwendet werden. Die Betrachtung von Rentabilität ist zum Beispiel auch Gegenstand der Volkswirtschaftlichen Betrachtung.
Die --- nach--- teilen sich in zwei Bereiche, in einen ----Tatbestandbereich und einen ---- Tatbestandsbereich, wobei jeder Bereich drei Merkmale für einen Betrieb beinhaltet. Diese Merkmale sind - , - ,- ,_ ,- . Die Merkmale Faktorkombination und Wirtschaftlichkeit sowie das finanzielle Gleichgewicht sind ystemdifferente Merkmale, hingegen sind die äußere Autonomie, die Gewinnmaximierung und das Privateigentum ---- Tatbestände.
Die Tatbestände nach Gutenberg teilen sich in zwei Bereiche, in einen systemdiffernten Tatbestandbereich und einen sytembezogenen Tatbestandsbereich, wobei jeder Bereich drei Merkmale für einen Betrieb beinhaltet. Diese Merkmale sind Faktorkombination
Wirtschaftlichkeit
finanzielles Gleichgewicht
äußere Autonomie
Privateigentum
Gewinnmaximierung. Die Merkmale Faktorkombination und Wirtschaftlichkeit sowie das finanzielle Gleichgewicht sind systemdifferente Merkmale, hingegen sind die äußere Autonomie, die Gewinnmaximierung und das Privateigentum systembezogene Tatbestände.
Was bedeutet systemdifferent und systembezogen?
Dabei handelt es ich um die Tatbestände für einen Betrieb. Diese wurden vom Wirtschaftswissenschaftler Gutenberg definiert und er teilte die Merkmale in diese zwei Arten ein, die für jeden Betrieb zutreffen. Systemdifferent sind Merkmale die vom jeweiligen System unabhängig sind. Ein Betrieb wird diese Merkmale aufweisen egal in welchem Wirtschaftlichen System er sich befindet. Systembezogen nennt man hingegen jene Merkmale, die vom Wirtschaftssystem abhängig sind. Das kann so sein, dass eine Firma in einem marktwirtschaftlichen System diese Merkmale also anders aufweist als in einem planwirtschaftlichen Wirtschaftssystem
Wofür steht die folgende Definition?
Eine zeitlose von der jeweiligen Wirtschaftsordung unabhängige Kategorie wirtschaftlich planvollen Handeln
Für den Betrieb?

Die Betriebswirtschaftslehre gehört zu den Wirtschaftswissenschaften und kann auch in die Sozialwissenschaften eingegliedert werden.
Unter BWL  versteht man die Beschreibung, Erklärung und Vorhersage von Vorgängen die innerhalb von Wirtschaftseinheiten ( Unternehmen) ablaufenden. Ein Betrieb ist hierbei eine zeitlose von der jeweiligen Wirtschaftsordung unabhängige Kategorie wirtschaftlich planvollen Handeln.
Man unterteilt die BWL in die allgemeine und die spezielle Betriebswirtschaftslehre. Die allgemeine Betriebswirtschaftslehre kann man in Betriebswirtschaftliche Theorie und – Politik unterteilen. Die spezielle BWL unterteilt man entweder nach Fachbereichen oder nach Funktionsbereichen. Zu den Fachbereichen gehören Immobilien, Handel, Banken, Versicherungen, Handwerk. Die Funktionsbereiche sind Marketing, Vertrieb, Beschaffung, Rechnungswesen, Controlling, und einige Weitere.
Die Übergänge zwischen allgemeiner und spezifischer BWL und den Funktionsbereichen sind oft fließend. Zudem hat die BWL noch Nachwissenschaften. Dazu gehört die VWL; Psychologie, Arbeitsphysiologie, Jura und viele weitere.
Was sind
VWL
Arbeitswirtschaft
Arbeitspysiologie
Betriebspsychologie
Betriebssoziologie
Wirtschaftsrecht
Nachbarwissenschaften der BWl
Was besagt folgende Definintion
Eine Wirtschaftseinheit die unter Betrachtung der Wirtschaftlichkeit produktive Faktoren kombiniert und dabei der Wirtschaftsordnung entsprechend nach innere, äußerer Autonomie und dem wirtschaflichen Betrieb handelt
Definition unternehmen
Was sind Transfertleistungen?
Alle Zahlungen vom Staat /( an die Bürger oder an die Firmen ) wo keine Gegenleistung erfolgt ( zum Beispiel Subventionen und Kindergeld)
Was wird als Faktoreinkommen bezeichnet?
Das Einkommen aus den Produktionsfaktoren. Miete aus dem Faktor Boden, Arbeit erziehlt Lohn und Gehalt, Kapital erzielt Zinsen
Was versteht man unter direkten Steuern?
Die Steuern, die nach dem Bruttoeinkommen direkt an den Staat abgeführt werden
Was fällt unter indirekte Steuern?

Steuern die nicht direkt gezahlt werden, zum Beispiel Campangersteuer, Mehrwertsteuer

Montag, 27. März 2017

BWL -Der gesamtwirtschaftliche Umsatzprozess und die Wertschöpfungskette


Man unterscheidet den betriebswirtschaftlichen und den gesamtwirtschaftlichen Umsatzprozess.

Der gesamtwirtschaftliche Umsatzprozess dient der Bedürfnisbefriedigung und alle Zwischenstufen sind aus den verschiedenen Wirtschaftsbereichen. Meist entwickelt sich ein Produkt im Laufe des gesamtwirtschaftlichen Umsatzprozesses vom ersten (primären ) Sektor ( der Urerzeugung ) bis zum dritten ( tertiären ) Sektor ( Dienstleistungssektor ). 

Im gesamtwirtschaftlichen Umsatzprozess werden viele Betriebe durchlaufen. Der einzelne Betrieb ist also Teil des Prozesses. Bsp: Die Papierperlen Firma Jias Paperpears steht am Ende des gesamtwirtschaftlichen Umsatzprozesses. Am Anfang steht Bauer Anton, der das Holz aus dem Forst holt ( Primärer Sektor ) und es zur Sägerei Sicher bringt ( sekundärer Sektor ) diese verkauft die Holzreste an die Papier Firma Pappe ( sekundärer Sektor ) wo Papier hergestellt wird. Großhändler Giga ( tertiärer Sektor ) kauft wiederum die Papiere ein und verkauft sie an Einzelhändler Eddi. Hier kauft Jia ein und fertigt daraus die Perlen, die sie dann auf dem Markt verkauft.

In unserer Abbildung haben wir ein weiteres Beispiel für den gesamtwirtschaftlichen Umsatzprozess herausgegriffen. Zufällig durchläuft unser Produkt auch hier die drei Wirtschaftssektoren ( mehr dazu in diesem Artikel: http://wirtschaftsfachwirt.blogspot.com/2017/04/bwl-die-drei-wirtschaftssektoren.html )


In der Betriebswirtschaftslehre greift man nicht den gesamten Produktionsprozess heraus, sondern schaut sich an was in einem Teil dieses Gesamtprozesses geschieht. Ein Teil des Prozesses ist der Betrieb.  Wir schauen uns betriebswirtschaftlich meist den betriebswirtschaftlichen Umsatzprozess mit all seinen Auswirkungen auf das Eigenkapital und die Liquidität an. 

Montag, 20. März 2017

BWL - Was ist Betriebswirtschaftslehre : Einteilung der Betriebswirtschaftslehre und Nachbarwissenschaften

Die Betriebswirtschaftslehre kann man nach Zweigen unterteilen. Dann handelt es sich um die Betriebswirtschaftliche Theorie ( die Zusammenhänge und Ablauf im Betriebe betrachtet Hier werden Ursache und Wirkung und Beziehungen, sowie gegenseitige Abhängigkeiten betrachtet. Außerdem die betriebswirtschaftliche Politik, die aus der bewTheorie gewonnenen Erkenntnisse lassen sich auf Einzelfragen anwenden.

Einteilung nach spezieller und allgemeiner Betriebswirtschaftslehre

Die Zweite Einteilung kann in allgemeine und spezielle Betriebswirtschaftslehre vorgenommen werden,. Die allgemeine Betriebswirtschaftslehre behandelt allgemein gültige Grundsätze, während die spezielle Betriebswirtschaftslehre für die jeweiligen wirtschaftlichen Fachbereiche besondere Inhalte enthält. So gibt es eine spezielle BWL für Industrie, Handel, Banken, Versicherung, Verkehr und Handwerk und auch für andere Branchen 

Einteilung nach Funktionsbereichen

Als dritte mögliche Einteilung kommt die Einteilung nach Funktionsbereichen in Frage. Diese Einteilung berücksichtigt aber nicht die Besonderheiten der Branchen. So muss man für die Leistungen eines Industriebetriebes ganz anderen betriebswirtschaftliche Aspekte berücksichtigen, als für den Betrieb einer Versicherung. Und das gilt nicht nur im rechtlichen Bereich. Die Funktionsbereiche sind die Haupttätigkeitsbereiche: Beschaffung, Produktion und Absatz mit den Grundfunktionen Beschaffung, Material und Lagerwirtschaft, Leistungserstellung, Finanzierung, Investion, Absatz, Transport und Logistik, Personal, Rechnungswesen, und Betriebsführung


Nachbarwissenschaften der Betriebswirtschaftslehre 


Die Nachbarwissenschaften der Betriebswirtschaftslehre: Sind die Volkswirtschaftslehre, diese betrachtet die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge, die Betriebs- und Arbeitswissenschaft ( zum Beispiel werden hier technische, Arbeitstechnische uns soziologische Fragen beleuchtet ), die Arbeitsphysiologie, Betriebspsychologie und Betriebssoziologie sind weitere Nachbarwissenschaften und Hilfswissenschaften, sowie das Wirtschaftsrecht. 

Montag, 13. März 2017

Unternehmenskultur und Leitbilder - Begriffe und Definitionen

Im Rahmen der Prüfungsvorbereitung haben wir uns mit den Begriffen Unternehmenskultur und ähnliches befasst. In diesem Abschnitt geht es um die Erklärung einiger Begriffe. Dieser Beitrag ist als Merkzettel zu verstehen, der helfen soll Inhalte besser zu memorieren.

Was ist ein Leitbild?
Ein Leitbild spiegelt das wider was ein Unternehmen gerne sein will. Es zeigt die Identität des Unternehmens auf, welches die Firma anstrebt. Es handelt sich also hierbei um das Ideal der Firma. Das Leitbild ist ein Zielzustand.

Funktion eines Leitbildes: Innen und Außen Orientierung bieten, positive Öffentlichkeitsarbeit, sowie Hilfe bei der Kommunikation mit Mitarbeitern und dem Umsetzen von Vorstellungen.

Kritik an Leitbildern: Oft zu allgemein, sehr idealisiert, keinen Praxisbezug, meistens nicht umsetzbar, unrealistische Inhalte, spiegelt falsche Tatsachen vor

Die Unternehmenskultur

hierunter versteht man das was tatsächlich in der Firma gelebt wird. Die Werte und Normen einer Firma und das was im Alltag gemacht wird.

Werte und Normen

Werte kann man als Wünsche definieren, die das Unternehmen für sich hat. Zum Beispiel Umweltschutz und Treue.

Normen sind die Verhaltensregeln, die ein Unternehmer seinen Mitarbeitern mit gibt und die in der Firma gelebt ( werden sollen )

Was ist Coporate Identity?
Das Unternehmensleitbild wird darüber vermittelt

Die Unternehmenspolitik setzt Ziele und Strategien um und legt diese fest. Es werden operative Maßnahmen zur Planung und Umsetzung der Ziele verwendet und man versteht unter Unternehmenspolitik die Umsetzung der Unternehmenskultur.

Was ist Management?
Dies ist in doppelter Funktion vorhanden. Einmal als Funktion, denn dann ist es das Ausführende Element der Unternehmenspolitik, Oder auch als Produktionsfaktor. Da es sich um Arbeit handelt muss der Produktionsfaktor Arbeit als Oberbegriff genannt werden. Die Arbeit im Management ist leitender Art, also handelt es sich beim Management um den dispositiven Faktor.


Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmensleitbild

Montag, 6. März 2017

Wiederholungseinheit 2 BWL

Einstiegsfragen:
  • Was ist ein Betrieb?
  • Nennen Sie die Tatbestände für einen Betrieb nach Gutenberg
  • Definieren Sie die Begriffe systemdifferent und Systembezogen
  • Welche drei Tatbestände sind unter dem Begriff Systemdiffernt bzw Systembezogen auf zu führen
  • Erklären Sie alle sechs Tatbestände


Nächste Einheit

Was ist die Betriebswirtschaftslehre

Wirtschaftswissenschaft, die sich mit der Steuerung, der Funktion und der Organisation eines Betriebs beschäftigt. Die Lehre vom Betrieb und dessen Funktion. Ist eines von zwei Teilgebieten der Wirtschaftswissenschaft. Das andere Teilgebiet ist die Volkswirtschaftslehre

Die Betriebswirtschaftslehre lässt sich in mehrere Weisen einteilen:

Einmal nach allgemeiner und spezieller BWL

Die allgemeine BWL beschäftigt sich mit dem Ablauf und der Gestaltung, sowie mit der sozialen Struktur des Betriebes. Die spezielle BWL lässt sich nach Wirtschaftszweigen unterteilen. So gibt es spezielle Themengebiete, die nur einzelne Branchen betreffen, zum Beispiel Versicherungsbetriebswirtschaftslehre oder Verkehrsbetriebswirtschaftslehre

Nach Theorie und Politik

Die betriebswirtschaftliche Theorie ist die Lehre von den Albläufen und Zusammenhängen die in der Wirtschaft vor sich gehen. Hier werden die theoretischen Grundlagen ergründet und erklärt und man versucht das Geschehen zu beschreiben. Außerdem werden Theorien entwickelt, die sich mit den Vorgängen befassen, diese erklären und auch ggf. Prognosen und Entwicklungen ermöglichen.

Die betriebswirtschaftliche Politik setzt die Erkenntnisse, welche aus der Theorie gewonnen wurden, in die Praxis um, gibt konkrete Handlungsvorschläge und entwickelt praktische Verfahren zu deren Umsetzung.

Nach Funktionsbereichen

Man kann die Betriebswirtschaftslehre auch nach Funktionsbereichen unterteilen. Dies untergliedert die Lehren der Betriebswirtschaft nach jenem Bereich in dem die Aufgaben anfallen, die mit diesen Werkzeugen gelöst werden. Eine feste Unterteilung der Aufgabenbereiche und Funktionsgebiete ist nicht möglich, man kann aber beispielhaft folgende Funktionsbereiche nenen

  • Beschaffung
  • Produktion
  • Absatz
  • Finanzierung
  • Transport und Logistik
  • Personal
  • Rechnungswesen


Nachbarwissenschaften der Betriebswirtschaftslehre

  • VWL
  • Jura
  • Arbeitsmedizin
Abgrenzung BWL und VWL

VWL gesamtwirtschaftliche Prozessanalyse

BWL greift auf volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen zurück

Was sind Wirtschaftssubjekte?

Haushalte, Unternehmen und der Staat, die mit planvollem Verhalten auf dem Markt auftreten und wirtschaftlich arbeiten. Man fasst die Wirtschaftssubjekte zu Sektoren zusammen. 


http://www.bwl-studieren.com/allgemeine-informationen-zum-bwl-studium/was-ist-bwl/

Montag, 13. Februar 2017

Fernstudent - Hefte richtig bearbeiten

Jeder Fernstudent kennt das:
Die Hefte kommen, die Freude ist groß und doch: Wie soll man diesen Berg bewältigen? Ich habe einen Blogbeitrag dazu geschrieben, wie man die Hefte am Besten nach und nach abarbeiten kann und wie man sich den Tag, die Woche, den Monat, das Jahr, das Studium einteilen kann. Mir hat das sehr geholfen, evtl. hilft es ja auch Euch.
Erstmal sollte man bedenken, dass man als Fernstudent zwei zentrale Aufgaben hat:
  1. Die aktuellen Hefte so bearbeiten, dass man die Abgabe Aufgaben schafft und
  2. Die alten Hefte so wiederholen, dass man die Prüfungen schafft.


Das setzt voraus, dass man kein Oberkellnerlernen betreibt, bzw. Klausur Bulemie. Also Inhalte lernen bis zur Klausur können und gleich wieder vergessen.


Ich gehe darum so vor:
  • Aktuelles Heft bearbeiten ( siehe unten )
  • Skripte abtippen  immer ein Heft nach dem Anderen. 
  • Abgetipptes durch Durchlesen wiederholen
  • Videos anschauen


Das muss auch immer so sein, dass man die Wiederholungen gut auf die gesamte Studienzeit verteilt. Also angenommen ich bin schon mit den Abgabaufgaben bei Heft 10. Dann bin ich beim Abtippen meiner handschriftlichen Notizen bei Heft 6, durchlesen vom Abgetippten bin ich dann bei Heft 4 und schaue mir gerade noch mal zu den Inhalten aus Heft 2 die Videos an. So habe ich immer alle Lerninhalte noch mal vor Augen, was auch gut ist, da sich die Inhalte auch überschneiden.

Also dies kann Euch mal als Anregung dienen. Der zentrale Tipp lautet: Packt die Hefte nach den Abgabeaufgaben bitte nicht weg, sondern arbeitet immer noch mal wieder damit. Und wenn Ihr sie nur als Stapel neben das Bett legt und jeden Abend 10 Min drin blättert. Es hilft wirklich kurz vor der Prüfung Zeit zu sparen und hilft durch den verwebten Lernstoff auch bei den aktuellen Aufgaben. 



In diesem Teil will ich nun auf die Bearbeitung eines Heftes eingehen. Wie an dieser Stelle bereits beschrieben hat das Heft ja immer diesen Aufbau:
  • Einleitung
  • Kapitel 1 Lernziele
  • Inhalt
  • Kontrollfragen
  • Zusammenfassung.
Die Inhalte der Einleitung ignoriere ich meist. Ich bearbeite das jeweilige Heft indem ich zunächst einmal das Heft grob durchblättere:
Wie ist es aufgebaut, was sind die Themen und wie dick ist es?

Im zweiten Schritt lese ich die Einsendeaufgaben durch und mache mir davon eine Kopie. Diese habe ich beim Durcharbeiten immer neben mir , so kann ich immer dann, wenn ich etwas wiedererkenne, die Seitenzahl des Skripts auf meiner Aufgabe notieren und muss beim Durcharbeiten nur noch die Seite aufschlagen und arbeiten. 


Als drittes geht es ans Eingemachte. Ich schnappe mir einen Collageblock, welchen ich nur für den Wirtschaftsfachwirt verwende. Hier schreibe ich chronologisch in Heftreihenfolge die Hefte raus. Ich fasse in eigenen Worten das wichtigste zusammen. Das nimmt mit Abstand am meisten Zeit in Anspruch und viele Leser mögen das umständlich finden, mir persönlich hilft es. Ich lerne beim ersten Rausschreiben bereits sehr viel.

Wenn ich mit einem Kapitel fertig bin bearbeite ich als vierten Schritt die Kontrollfragen.
Als fünftes nehme ich mir das Kapitel noch einmal vor: Ich komprimiere meine Aufzeichnungen noch mehr, und schreibe das auf den Lernzettel. Das sind lose Blätter einer besonderen Farbe, welche dann wirklich nur noch komprimierte Inhalte enthalten.
Formeln schreibe ich auf einen extra Zettel. Hier sammle ich alle Formeln von allen Heften auf meiner Formelsammlung im schönen ROT. 

Nun habe ich eine Formelsammlung, einen Lernzettel und eine Art Aufzeichnungsskript. Wie ich weiter vorgehe schreibe ich noch einmal in einem eigenen Artikel.

So arbeite ich mich nun Schritt für Schritt durch das Skript und vergesse dabei nie meine Kopie der Einsendeaufgaben. Bin ich durch das Heft durch geht es an die Einsendeaufgabe. Diese habe ich ja als Kopie vorliegen und kümmere mich dann darum noch einmal das nachzulesen was in der Frage an Wissen abgefragt wird. Dann beantworte ich die Frage. Die Fragen bearbeite ich meist an einem Wochenende und auch in einem Rutsch durch: Das hat sich als gut erwiesen. 

Wenn ich die Absendeaufgaben als Kladde geschrieben habe, dann schreibe ich das Geschriebene noch einmal sorgfältig in Word ab. 

Montag, 6. Februar 2017

Prüfungsanmeldung IHK die erste Kontaktaufnahme

Wir haben die IHK anschrieben, um uns für die Prüfungen an zu melden. Vor der Anmeldung wollten wir noch mal einige Dinge wissen: Siehe unten. Evtl hilft diese Vorlage ja dem einen oder anderen Lernenden, der sich auch bei der Industrie- und Handelkammer für die Fachwirt Prüfungen anmelden muss.

Weitere Informationen, ein Prüfungsbericht und Details zu den mitzubringenden Unterlagen folgen natürlich hier auf diesem Blog. Selbe Stelle, selbe Welle.


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wünsche die Teilnahme an der Prüfung
Wirtschaftsfachwirt IHK zu den zentralen Terminen im Oktober *** Die Prüfungsvorbereitung absolviere ich berufsbegleitend bei ****, sowie bei einer Nachhilfe. Darum bin ich verpflichtet die Anmeldung selbst vor zu nehmen.

Da ich zur Zeit bei der ****beschäftigt bin und man mir mitteilte, das die Beschaffung der erforderlichen Unterlagen ein wenig mehr Zeit als üblich in Anspruch nimmt, bitte ich Sie hiermit mir folgende Informationen zu geben:
1 Welche Unterlagen benötigen Sie für eine verbindliche Anmeldung zu den Prüfungen
2 Wann genau sind die zentralen Termine
3 Wie ist der Ablauf der Prüfungsanmeldung
4 Welche Prüfungsgebühren kommen auf mich zu
5 Gibt es Informationsmaterial und Übungsaufgaben online oder käuflich zu erwerben, welches Sie empfehlen können?
6 Für uns wäre zudem noch entscheidend zu wissen in welcher Form Hilfsmittel zur Prüfung zugelassen sind. Ist ein eigenes BGB erlaubt und in welcher Form dürfen wir dieses für die Prüfung vorbereiten?
7 Um 6 noch zu präzisieren: Dürfen Formelsammlungen mitgenommen werden, falls ja welche und in welche Klausuren?
8 Wie sollen die Ergebnisse gerundet werden? Wird das angegeben auf jeder Klausur oder gibt es eine einheitliche Vorschrift?

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen


Montag, 30. Januar 2017

BWL und VWL - Der Betrieb - Definition sowie Tatbestände für einen Betrieb nach Gutenberg

Definition Betrieb - Firma und Unternehmen

Ein Betrieb ist eine zeitlose, von der jeweils herrschenden Wirtschaftsordnung unabhängige Kategorie planvollen wirtschaften.

Firma: Firma ist der Name unter dem das Unternehmer arbeitet
Unternehmen ist die Gesamtheit der Betriebe die unter dem Namen Firma wirtschaftlich für einen Zweck und einen Wirtschaftsbereich tätig sind:Das Unternehmen ist die Perlenherstellung und der Vertrieb, die Firma Hilke Papaer -Paperpearls Husum hat den Betrieb Bstraße, Vstraße und W straße

Unternehmen: Ist die gesamte Bandbreite der Betriebe die in eine Tasche wirtschaften und unter dem Firmennamen handeln:

Beispiel: Perlen Jia Chaibo ( steht auf dem Klingelschild ist der Name = Firma ) hat Betriebe auf Sylt und Jena und verdient als Unternehmen 1000000 Euro am Tag.


Tatbestände für einen Betrieb nach Erich Gutenberg

Der Betrieb kann durch die Tatbestände für einen Betrieb, die von .. Gutenberg definiert wurden, beschrieben werden. Diese sind in systemdifferente Tatbestände und sytembezogene Tatbestände zu unterscheiden.
Systemdifferente Tatbestände beschreiben den Betrieb egal in welchem Wirtschaftssystem er vorzufinden ist. Dagegen beschreiben die systembezogenene Tatbestände den Betrieb in einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung.

Die Tatbestände sind:
Systemdifferente Tatbestände:
System der Faktorkombination ( Der Betrieb kombiniert die Produktionsfaktoren und Arbeitsmittel, sowie Werk-, Roh-, Hilfsstoffe zu den betrieblichen Zwecken )
System der Wirtschaftlichkeit ( Der Betrieb arbeitet nach dem ökonomischen Prinzip und versucht bei sparsamster Mittelverwertung die maximale Ergibigkeit zu erzielen )
und dem System des finanziellen Gleichgewichts ( Der Betrieb muss so wirtschaften, dass er stets seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann)

Systembezogene Tatbestände
Prinzip der inneren und äußeren Autonomie: Der Betrieb kann ohne Einfluss von Behörden arbeiten und seine Produktionspläne selbst bestimmten
Prinzip des Privateigentums Alle seine Produktionsfaktoren gehören ihm selbst
Prinzip der Gewinnmaximierung ( Erwerbswissenschaftliches Prinzip ) Der Betrieb will hohen Gewinn auf sein investiertes Kapital

Betriebswirtschaftlehre ist die Lehre der Unternehmen.

Unternehmen ist eine Wirtschaftseinheit unter Betrachtung der Wirtschaftlichkeit wo produktive Faktoren kombiniert werden ( Sachgüter und Dienstleistung) und dabei die Wirtschaftsordnung entsprechend nach innerer und äßerer Autonomie und dem wirtschaftlen Grundsätzen handelt.