Montag, 1. Mai 2017

Prüfungswissen Rechnungswesen - Wie baut man einen Buchungssatz

Wer in einem Betrieb arbeitet und dort das Rechnungswesen leitet, der muss buchen können. Hierfür sollte man die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung kennen, die festlegen wie die Buchführung abzulaufen hat.
Doch die schönsten Grundsätze nützen gar nichts, wenn man nicht zumindest in Grundzügen einen Buchungssatz bauen kann. 


Bilanz und Konten 

Zunächst muss man wissen, dass alles in der Buchführung mit der Bilanz beginnt. Diese hat eine Aktivseite und eine Passivseite. Aus der Bilanz und den anderen Abschlussdokumenten des Jahres entsteht nach einer Konteneröffnung ( die wir auch noch mal besprechen )  eine ganze Bandbreite von Konten. Diese kann man in einem Kontenrahmen als Übersicht sehen. Jeder Vorgang im Betrieb kann in einem Konto erfasst werden und so alles an Vorfällen abbilden, was in dem Betrieb so passiert. Einige Konten brauchen wir oft, so wie das Konto Kasse oder Bank, andere Konten sind seltener in Gebrauch. Auf jeden Fall müssen wir aber zwei Arten von Koten unterscheiden:

Kontenarten

Es gibt nur zwei Arten von Konten, die wir in  dem täglichen Geschäftsfeld gebrauchen:
Aktivkonten und Passivkonten.
Bei den Konten heißen die Seiten

Statt Aktiv und Passiv
Soll und Haben

Und man bezeichnet als Aktivkonten jene Konten, die im AKTIV mehr werden und im Passiv weniger werden. Als Passivkonten sind jede Konten bezeichnet die im Passiv mehr werden und im Aktiv weniger.

Aktivkonten werden also im Soll mehr - Passivkonten werden im Haben mehr.

Das muss so sein, damit wir gemäß der doppelten Buchführung immer ein Buchungspaar bilden können.

Der Buchungssatz Aufbau

Der Buchungssatz ist immer so aufgebaut
SOLL an HABEN

Vier Arten von Geschäftsfällen
Man unterscheidet vier Arten von Geschäftsfällen, danach welche Wirkung sie auf welche Seite(n) der Bilanz haben

  • Aktiv Tausch
  • Passiv Tausch
  • Aktiv-Passiv- Mehrung
  • Aktiv-Passiv-Minderung
Vorgehen beim Bilden eines Buchungssatzes
  1. Man geht in vier Schritten vor:
  2. Geschäftsfall nach den betroffenen Konten untersuchen
  3. Feststellen ob es Aktivkonten oder Passivkonten sind
  4. Wo sind diese Konten betroffen im SOLL oder im Haben
  5. Buchungssatz bilden

Beispiel
  1. Wir kaufen eine Packung Büroklammern bar ein
  2. Konten: Büromaterial und Kasse
  3. Beides sind AKTIV Konten, das heißt es kann nur ein Aktiv Tausch sein. Das bedeutet eins der Konten wird MEHR und eins der Konten wird weniger
  4. Wir kaufen Büromaterial ein, also wird dieses mehr, dafür geben wir Geld aus, das wird weniger, also wird Büromaterial mehr ( im Soll ) und Kasse wird weniger im Haben 
  5. Büromaterial an Kasse

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